Berichte

28.10.2017
Handball Brugg 2 : SG Baden Handball
24:22 (11:9)
Déjà-vu in Brugg
Brugg war eine Mannschaft die wir noch von letzter Saison her sehr gut kannten. Uns gelang es damals nicht, gegen sie zu gewinnen. Wir konnten uns, dazumal nur ein Unentschieden retten. Umso mehr wollten wir diesmal siegreich von Brugg nach Hause fahren. Die schlechte Nachricht vorweg, dies gelang uns nicht.

Kommen wir aber zum Spiel. Wir waren von Anfang an nicht richtig bei der Sache. Wir haben quasi den Match in den ersten 15 Minuten des Spiels verloren. Wir standen in der Verteidigung irgendwo, nur nicht dort wo wir sollten. Die Brugger hatten viel zu oft freie Bahn und konnten ohne Gegenwehr unsererseits auf die Kiste knallen. Der einzige der von Anfang an parat zu sein schien war Frank im Tor, dieser rettete uns zu Beginn immerhin einen knappen Spielstand. Im Angriff waren wir planlos und kamen selten zu eindeutigen Chancen. Stefan der sonst sehr torgefährlich ist und oft zum Abschluss kommt schien einen Totalausfall zu haben. Im ganzen Spiel schoss er nur 2 Tore, deutlich unter seinem Leistungsniveau und auch spielerisch konnte er in diesem Spiel nicht brillieren. Allerdings schien die ganze Mannschaft sehr viel Mühe mit der eher offensiven Deckung der Brugger zu haben. Wir kamen nicht richtig in Fluss und wurde der Ball dennoch einmal druckvoll vom Flügel her weitergespielt, so war spätestens bei der Mitte Schluss, da der vorgestellte Spitzverteidiger der Brugger für uns ein unüberwindbares Hindernisse darstellte. Und auch die Gegenstossspiele welche zu einfachen Torerfolgen hätten führen können wurden nicht durchwegs konsequent ausgespielt. Die erste Welle funktionierte hervorragend und wenn ein Ball auf unsere schnellen Flügel gespielt wurde, war der Torerfolg auch da. Die zweite Welle schien jedoch komplett von der Karte gestrichen worden zu sein. Man trödelte mehr wie auf einer Kaffeewanderung nach vorne als mit Tempo Druck auf den Gegner auszuüben. So hatten die Brugger genügend Zeit sich zurück zu ziehen, sich zu formieren und sogar noch eine kurze Pause einzulegen, bis unser Angriff bereit war aufzuspielen. Diese Gegebenheiten zwangen Luca schon nach kurzer Zeit das erste Timeout des Spiels zu nehmen. Die Verteidigung wurde komplett umgestellt anstelle eines 6:0 wurde nun ein 5:1 mit Manndeckung gespielt. Diese Umstellung erwischte die Brugger auf dem falschen Fuss und es gelange uns trotz gleichbleibender unterdurchschnittlicher Angriffsleistung den Rückstand von 8:4 (zur Zeit des Timeouts) bis auf zwei Tore zu verringern zum 11:9.

Uns war klar, dass dies so nicht für einen Sieg reichen kann, jedoch war auch nach der Pause nur kurz eine Veränderung in dieser Einstellung zu sehen. Uns gelang es zum ersten Mal nach dem Anpfiff das Resultat wieder auszugleichen zum 11:11. Dies jedoch hauptsächlich dank einer sensationellen Leistung von Frank im Tor, der Mal für Mal die Brugger zur Verzweiflung trieb und sogar einen Gegenstoss parieren konnte. Von da an blieb das Resultat sehr knapp. Die Brugger führten immer wieder mit einem oder zwei Toren und wir kamen jedes Mal wieder heran, der Ausgleich schien zum Greifen nahe. Leider reichte es nie ganz. Immer wieder verspielten wir den Ball auf dumme Art und Weise, insbesondere wenn wir nur ein Tor zurücklagen. Statt mit einem Treffer ein Unentschieden zu erreichen, kamen die Brugger zur Torchance und wir mussten dann wieder zwei Tore aufholen. Auch die 10 Sekunden dauernde Doppelmanndeckung die unsere letzte Geheimwaffe gegen die Brugger sein sollte, führte nicht zu dem erhofften Resultat, sondern zu einer zwei Minuten Strafe gegen uns. So kam es, dass zwei Minute vor Schluss Luca das Timeout nahm. Es stand nun 23:21. Es war also noch alles offen. Die Devise des Coaches war; einfache Spiele, Druck aufs Tor und durch den bis dahin leistungsstarken Aufbauer Chris, über ein Abbrechen zum Torerfolg gelangen. Gesagt nicht getan. Anstelle von Druck aufbauen, liefen wir an der Verteidigung auf und verloren so wertvolle Zeit um den Ausgleich noch zu schaffen. Da fasste sich Chris erneut ein Herz und schoss ein Tor! Starke Einzelleistung! 23:22! Irgendwie kannten wir dieses Szenario vom letzten Spiel. Ein Tor und nur noch gut eine Minute zu spielen. Wir mussten den Ball erobern und ein Tor schiessen um immerhin noch einen Punkt zu retten. Dies hätte auch beinahe geklappt. Wir konnten die Brugger zu einem Abschluss aus aussichtsloser Position zwingen und Frank hielt ohne Probleme. Es waren nun noch etwa 40 Sekunden zu spielen. Im Angriff brachten wir endlich etwas Druck auf das gegnerische Tor zustande. Dies führte dazu, dass Dave am Kreis endlich einmal in einer akzeptablen Position zum Schluss kam. Leider wurde er von dem Brugger Verteidiger gerade noch gut genug behindert, dass er kein Tor schiessen konnte und es auch keinen Freistoss gab. Nebst dem frustrierenden Schiri-Entscheid und unserer unterdurchschnittlichen Leistung mussten wir dann noch zusehen, wie die Brugger noch den letzten Treffer landeten und mit 24:22 gewannen.

Nun was bleibt ausser einem schlechten Gefühl von diesem Match? Wir müssen definitiv von Beginn an bereit sein im Kopf und auch in den Füssen. Dies beginnt halt auch schon vor dem Spiel. Im Angriff muss mehr Bewegung sein, damit eine offensive Verteidigung umlaufen werden kann. Die zweite Welle muss konsequenter und zügiger gespielt werden.

Aber auch eine solche Niederlage hat ihre guten Seiten, zum einen haben wir gezeigt, dass wir bis zum Schluss kämpfen können und den Kopf erst in den letzten Sekunden hängen lassen. Zum anderen (und dies betrifft vielleicht auch nur den Autore des Berichtes) wurde im darauffolgenden Training kein Fussball gespielt ;)

Wir haben in dieser Saison noch zwei Mal die Chance den Brugger zu zeigen welches die bessere Stadt im Aargau ist, welche mit B beginnt. Aber zuerst folgt das Spitzenspiel zwischen dem SV Lägern Wettingen 3 (1) und dem SG Baden Handball (2) am kommenden Samstag dem 04.11 um 14:30 Uhr in der Sporthalle Obersiggenthal.

Statistik
Frank (0’-60’) 11 Paraden
Mani
Matthias 0 Tor(e)
Crameri 12 (7 Penalty)
Jan 0
Epp 1
Patrick 2
Shane 1
Thomas 2
Dave 1
Strupi 1
Stef 2
23.09.2017
SG Baden Handball - Handball Würenlingen 2
31:23
Vorne hui, Hinten pfui
Gemäss diesem Motto verlief in etwa unser Spiel vom letzten Samstag gegen Würenlingen. Wir haben vorne gut gespielt und viele Tore geschossen, hinten war jedoch definitiv der Wurm drin. Die Gegner "überliefen" uns viel zu oft und haben zu oft einfache Tore erzielt. Aber alles der Reihe nach.

Das Aufgebot für den Match war sehr kläglich. Im Vorfeld hatten wir gerade mal 4 nominelle Rückraumspieler, Strupi, Matthias, Epp und Stef. Davon war Strupi zu allem Übel noch "angeschlagen" von unserem vergangenen Spiel. Auch die Flügelpositionen waren für diesen Match unterbesetzt. Es kam so weit, dass Jules, ein eingespielter rechter Flügel, am linken Flügel spielen durfte. Ausserdem war Patrick, welcher erst gerade aus Japan zurückgekehrt und deshalb seit längerer Zeit keine Trainings mehr absolviert hatte. Im Tor waren alle unsere Torhüter verletzt, krank oder anderweitig eingebunden, weshalb wir auf unseren «Stamm»-Aushilfs-Torwart Mani zurückgreifen wollten, dieser verletzte sich allerdings einen Tag vor dem Spiel am Daumen und wir mussten kurzfristig Thomas «Otto» Jörgensen nachnominierten. Einzig die Kreis-Position war standardmässig gut besetzt mit Dave und JM. Um die Defizite im Aufgebot wett zu machen wurde in einer Nacht-und-Nebel-Aktion Chris aufgeboten um den Rückraum, nach eigener Aussage nur in der Verteidigung, zu unterstützen. Ausserdem wurde Yannick Altorfer von den Rookies ausgeliehen, welcher ebenfalls auf Reisen war und nicht sehr viel Trainingserfahrungen in dieser Saison sammeln konnte. Dies soll aber keine Ausrede sein für das durchzogene Spiel, es soll nur die Situation in welcher wir standen näherbringen.

Mit diesem dezimierten, «angeschlagenen» Kader gingen wir also an unser erstes Heimspiel in der Aue. In der ersten Halbzeit schossen wir zwar vorne einige Tore jedoch war kaum Druck auf das Tor vorhanden und wir brachten keinen richtigen Spielfluss zustande. Die meisten Tore entstanden durch Auslösungen und Einzelaktionen die aber nicht wirklich schön herausgespielt wurden.

In der Verteidigung waren wir uns definitiv Besseres gewohnt. Wir liessen uns viel zu oft überlaufen und es wurde sehr selten ausgeholfen, alles andere als ein Mannschaftspiel also, mehr ein Haufen von Einzelspieler. Viel zu oft schafften es die Gegner sich in der Verteidigung an uns vorbei zu drängeln und zu einfachen Torerfolgen zu kommen.

Kurz vor Ende der ersten Halbzeit brachen wir dann nochmals ein. Im Angriff brachten wir nichts mehr zustande, verschenkten einige Bälle und verspielten uns so eine komfortable fünf Tore Führung zu einem 16:13.

Die Pausenansprache von Luca fiel dementsprechend klar und deutlich aus. Die Verteidigung muss unbedingt besser werden und auch im Angriff muss mehr Druck auf das Tor ausgeübt werden. Wir versuchten dies umzusetzen und es schien in der zweiten Halbzeit auch viel besser zu funktionieren.

Im Angriff spielten wir wie gewohnt weiter wir schossen noch einmal 15 Tore in der zweiten Halbzeit. Mit insgesamt 31 Toren können wir im Grossen und Ganzen mit unserer Angriffsleistung zufrieden sein. Aber auch in der Verteidigung konnten wir einen Zahn zulegen. Wir standen etwas besser und hatten den Gegner etwas mehr unter Kontrolle, oder vielleicht lag es auch daran, dass die Gegner nur einen Auswechselspieler hatten und in der zweiten Halbzeit einfach nicht mehr so fit waren wie in der ersten. Ausserdem hatte «Otto» 14 Paraden in diesem Spiel was uns ebenfalls ein besseres Resultat sicherte. Wir beendeten das Spiel mit 31:23.

Mit unserer Leistung in diesem durchzogenen Spiel dürften wir nicht wirklich zufrieden sein. Steht uns doch im nächsten Meisterschaftsspiel ein Top Gegner mit Brugg gegenüber, welche immer eine "Gefahr" sein können. Wollen wir dieses Spiel gewinnen, müssen wir unsere Abstimmungsprobleme in der Verteidigung definitiv in den Griff bekommen und im Angriff noch mehr als ein Müü zulegen.

Honorable Mentions: Zum ersten ganz klar Chris, der eigentlich nur als Verteidigungsspezialist zurückgeholt wurde. Chris erzielte in diesem Spiel acht Tore und knüpfte damit nahtlos an seine Leistungen in der letzten Saison an. CHRIS IS BACK!

Zweitens gelang es Stef fasst ein «Stängeli» zu schiessen! Er verballerte jedoch den letzten Schuss des Spieles (so blöd), nach einem nicht ganz perfekt ausgeführten aber trotzdem abschlusserfolgreichem «Kurz» neben das Tor! Schade! Dieses Tor wäre sein zehntes gewesen.

Mit den beiden Rückraumspieler Chris und Stef und dem torgefährlichen Dave am Kreis haben wir also wieder gute Chancen einen Torschützenkönig in dieser Saison zu stellen.

Drittens ist die gnadenlose Konsequenz (nicht ganz zu der Zufriedenheit einiger Spieler ;) von Luca hervor zu heben. Dieser wechselte ohne Erbarmen jeden Flügel aus, welcher ein Tor hoch verschoss, obwohl er in der Halbzeit deutlich ankündigte, dass wir tief schiessen und hoch gewinnen sollen.

Unser nächstes Spiel findet erst am Samstag 28. Oktober statt. Dann spielen wir auswärts gegen Brugg in der Müllimatt um 13.55 Uhr. Dieses Spiel wird zum ersten Gradmesser dieser Saison. Es wird also sehr spannend werden zu sehen wo wir stehen und was wir in dieser Saison noch alles (von uns) erwarten können.

Statistik
Otto 14 Paraden (0’-60‘)
Mani
Matthias 2 Tor(e)
Yannick 0
Chris 8
Jan 0
Epp 3
Patrick 0
Shane 1
Dave 5
Strupi 0
Stef 9 (davon 2 Penalty)
Jules 2 (davon 1 Penalty)
JM 1
12.09.2017
Cupspiel TV Balsthal - SG Baden
19:25
Zehn Minuten reichen für eine Niederlage
Wir spielten am vergangen Dienstag im Cup gegen den Drittligisten TV Balsthal. Uns war klar, dass dies eine härtere Partie sein wird als das vergangene Saisonspiel; und so schienen wir auch auf den Platz zu gehen. Wir wollten den Balsthalern zeigen, was eine Viertligist alles kann. Dies gelang uns auch in der ersten Halbzeit umzusetzen. Mit der offensiven Deckung des TV Balsthal hatten wir nicht grosse Mühe und sobald etwas mehr Tempo im Spiel war und der Ball gut lief, gelang es uns, die Abwehr des Gastes ohne grosse Problem zu umspielen und zum Torerfolg zu kommen. In der Verteidigung zeigten wir auch eine entsprechend gute Leistung und hielten dem schnellen Spiel der Balsthaler stand und konnten, zusammen mit dem Torhüter Chäspi, einige Tore verhindern. Es war also alles in allem eine sehr erfreuliche erste Halbzeit die zu einem Pausenstand führte mit dem wir zufrieden sein konnten. 11:11.

In der Halbzeit wies Coach Luca darauf hin, dass wir nochmals 30 Minuten zu Spielen hätten und jetzt genau gleich weiter machen sollten wie in der ersten Halbzeit, nämlich “Fighten!" und keine dummen Fehler provozieren.

Leider gelang uns dies nicht, wir hatten ein Blackout. Die ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit schossen wir kein einziges Tor, die Balsthaler stellten plötzlich aus einer Offensiven 3:2:1 Deckung auf ein 6:0 um und der Torhüter der Gäste parierte praktisch jeden Ball. Aus der unsererseits entstandenen Unsicherheit, produzierten wir sehr viele Fehler und spielten damit dem schnellen Gegenstossspiel der Balsthaler in die Arme. Sie zogen Tor um Tor vorbei, Mani im Tor wurde von uns alleine gelassen und er versuchte sein Bestes um doch noch ein paar Bälle zu halten. Jedoch war dies dann schon das "KO" für uns. Wir lagen nach rund zehn Minuten in der zweiten Spielzeit mit acht Toren zurück. Diesen Rückstand konnten wir bis zum Spielende leider nicht mehr aufholen, auch wenn wir noch einmal "Alles gegeben" haben um doch noch eine spannende Partie daraus zu machen. Es half alles nichts, wir kamen zwar auf drei bis vier Tore an die Gäste heran, konnten diesen Abstand allerdings nie verringern und mussten uns zum Schluss geschlagen geben mit 19:25.

Fazit. Wir spielten 50 Minuten Top und konnten ohne grosse Probleme mit den Gästen mithalten, jedoch reicht dies gegen einen solchen Gegner nicht. Wie wir auf die harte Tour gemerkt haben braucht es nur zehn Minuten um ein Spiel zu entscheiden. Nichts desto trotz dürfen wir stolz sein auf die 50 Minuten in denen wir den Balsthalern die Stirn bieten konnten und ihnen zeigten, dass wir nicht nur irgendein Team aus der vierten Liga sind. An unserem nächsten Spiel kriegen wir es dann wieder mit einem Gegner aus der eigenen Liga zu tun. Wir spielen am 23. 9. 2017 um 14.00 Uhr in der Aue gegen Würenlingen.

PS.: An dieser Stelle möchte ich noch Colin unserem Neuzugang, der an diesem Cup-Spiel sein Comeback gab, ganz gute Besserung wünschen. Leider hat er sich in der ersten Halbzeit nach kurzer Spielzeit wieder am Knie verletzt, die Diagnose ist bisher noch ungewiss. Aufgrund einer früheren Knieverletzung musste Colin bereits einmal mit dem Handball pausieren und nun wollte er diese Saison mit uns bestreiten. Lieber Colin ganz gute Besserung und wir freuen uns wenn wir dich trotzdem wieder in der Aue sehen, auch «nur» als Zuschauer.

Statistik
Chäspi 5 Paraden, davon 1 Penalty
Mani (30’-50’) 4 Paraden
Matthias 0 Tor(e)
Björn 2
Colin 0
Jan 1
Thomas 1
Shane 2
Thömi 4, davon 1 Penalty
Strupi 2
Andreas 0
Stef 7, davon 1 Penalty
JM 0
09.09.2017
HC Ehrendingen 2 - SG Baden Handball
38:13
Souveräner Saisonstart
Am vergangenen Samstag eröffneten wir die Saison mit dem «Auswärtsspiel» in unserer Heimhalle gegen den HC Ehrendingen 2. Die Aufgabe war klar, wir wollen die Saison mit einem Sieg starten. Die Ausgangslage war jedoch nicht so gut, von den Rückraumspielern die letzte Saison noch gespielt hatten, fielen derer fünf aus. Chris, Yves, Ralf und Markus mussten alle verletzungsbedingt aussetzten und Strupi war aufgrund von anderen Verpflichtungen nicht dabei. Wir konnten uns jedoch über Verstärkung durch Keegan und Nico aus der zweiten Mannschaft freuen. Ausserdem gab ein «alter Hase», Thomas Epp, sein Comeback.

Trotz dieser etwas schlechten Ausgangslage, liessen wir uns nicht lumpen. Wir waren von der ersten Minute her bereit und zeigten den Ehrendingern, wem diese Halle wirklich gehört. Im Angriff schien alles zu funktionieren, ob nun einfach der Ball druckvoll gespielt wurde oder eine Auslösung angesagt wurde, wir kamen immer wieder zu sehr guten Chancen und verwerteten diese meist ohne Problem. In der Verteidigung hatte man teilweise noch kleinere Abstimmungsfehler, diese fielen aber glücklicherweise kaum ins Gewicht, da Chäspi im Tor eine starke Partie spielte und mit elf Paraden eine souveräne Leistung zeigte. Alleine der Shooter von Ehrendingen kam oft zu guten Torchancen und hämmerte diese unhaltbar in die Ecken.

Die ersten 30 Minuten vergingen und wir hatten eine Neun-Tore Führung erspielt und konnten mit einem guten Spielstand von 19:10 in die Kabine gehen. Die Ansprache von Luca war klar, jetzt nicht nachgeben und die Konzentration hochhalten. Dies konnten wir auch gleich umsetzten. In der zweiten Hälfte durfte nun Mani das Tor hüten und dies tat er, wie eine Löwin ihre Jungen beschützt. Die Ehrendinger fanden kaum einen Weg durch unsere Verteidigung und wenn sie doch einmal einen Abschluss aufs Tor hinbekamen, stand dort Mani der praktisch jeden Ball sicher hielt. So dauerte es über zehn Minuten, bis der Ball den Weg in unser Tor fand. Im Angriff liessen wir ebenfalls nicht nach und spielten unsere Stärken sicher aus. So konnten wir Tor um Tor den Vorsprung ausbauen. Den Ehrendingern schien die Verzweiflung ins Gesicht geschrieben. Mit einer so starken Verteidigung die nun endlich auch den Shooter unter Kontrolle hatte und einem Torhüter der jeden Ball zu halten schien verursachten sie sehr viele Fehler oder kamen zu Abschlüssen aus zweiter Reihe, die ohne Problem entschärft werden konnten und mit Gegenstössen bestraft wurden. So dominierten wir die zweite Hälfte des Spiels und gewannen diese mit 19:3, wodurch ein Schlussresultat von 38:13 auf der Anzeigetafel stand.

Das Spiel hat sehr viel Freude bereitet, insbesondere auch, dass praktisch jeder Feldspieler einen Torerfolg hatte. Auch der neue «alte Hase», Thomas Epp, konnte sich gleich drei Tore auf sein Konto schreiben. Die Spieler aus dem Städtli 2 schienen ebenfalls keine Mühe zu haben, sich in unseren Reihen zurecht zu finden. Sie schossen zusammen sechs Tore und bereiteten etliche weitere Tore mit Zuckerpässen an den Kreis oder auf die Flügel vor. Wir freuen uns schon auf das nächste Spiel, welches bereits am Dienstag, dem 12. September in der Aue stattfindet. Wir spielen im Aargauer-Cup gegen den Drittligisten Balsthal. Spielbeginn ist um 20.30 Uhr für alle die jetzt neugierig auf diese starke Truppe geworden sind und uns unterstützen wollen ;)

Statistik
Chäspi 11 Paraden
Mani 12 Paraden
Matthias 1 Tor(e)
Jan 2
Thomas E. 3
Shane 3
Thömi 5
Dave 8
Nico 2
Keegan 4
Andreas 0
Stef 7
Jul 2
Jean-Marc 1
Rückblick Rückrunde Saison 2016/17
Das war eine geile Saison! Soviel kann man vorab schon sagen, diese Saison hat richtig Spass gemacht. Und ich denke ich spreche nicht nur für mich, sondern für alle Mitglieder unserer Mannschaft. Die neu zusammengestellte SG Baden hat sich sofort gefunden. Die Chemie zwischen den Spielern stimmte von Anfang an und man freut sich Woche für Woche zusammen zu trainieren und Meisterschaft zu spielen. Auch beim Gesellschaftlichen hat man sich schnell verstanden. So nahmen zum Beispiel 22! Spieler, Trainer und Passivmitglieder am Saisonabschlussessen teil. Und es war lustig…

Die Vorrunde habe ich ja bereits im Bericht vom 13.12.2016 Revue passieren lassen. Darum lege ich in diesem Bericht den Fokus auf die Rückrunde. Wie in der Vorrunde standen zu Beginn die Spiele gegen die weniger starken Teams der Gruppe an. Nach Siegen gegen Obermumpf, Lägere, Stein und Ehrendingen stand die alles entscheidende Partie gegen den Tabellenführer aus Siggenthal an. Leider zogen wir einen unserer schlechteren Tage ein und verloren klar. Damit war die Sache mit den Aufstiegsspielen gegessen. Aber unser erweitertes Saisonziel, nämlich Platz 2 in der Tabelle zu verteidigen, wollten wir unbedingt erreichen. Dies gelang dank einem überzeugenden Sieg gegen Frick, gegen welche wir in der Vorrunde noch den Kürzeren gezogen haben. Das abschliessende Unentschieden gegen Brugg änderte nichts mehr daran, dass wir dieses Ziel erreicht haben. 10 Siege, 1 Unentschieden und 3 Niederlagen, nicht schlecht. Nicht nur die Resultate sind erfreulich, auch die Leistungen auf dem Platz waren über weite Strecken sehr gut. Wie ich pflege zu sagen: "Das hed jo rechtig noch Handball usgseh"

Nächste Saison werden die Aufstiegsspiele ins Visier genommen!

Die hier publizierten Statistikwerte sind mit Vorsicht zu geniessen, weil die Zeitnehmer auf Stufe 4. Liga die Striche für Tore, Karten und 2-Minuten-Strafen nicht immer am richtigen Ort machen. Gerne gratuliere ich an dieser Stelle Chris zur Torjägerkanone. Mit 101 Toren in 13 Spielen (7.8 im Schnitt) führt er die Rangliste in unserer Gruppe an. Knapp dahinter folgen Dave (36 Tore), Stef (33), Ralf (26), Shane (22), Yves (21), Jules (13), Patrick (12), Thömi (10), Robin (9), Strupi und Jean-Marc (7), Jan und Markus (6), Biaggi und Emin (4), Martin (2), und Matthias und Andreas (1). Somit haben ausser den Torhütern alle Spieler mindestens ein Tor geschossen. Bravo! "Brutalster" Spieler war erwartungsgemäss Ralf mit 10 Zeitstrafen. Knapp gefolgt von Yves mit 9 persönlichen Strafen. Dass sich dahinter Verteidigungsgrossmeister Dave mit 3 Strafen auf dem 3. Platz klassiert scheint logisch. Dass es Thömi auch auf 3 Strafen schafft, verwundert mich dagegen etwas. Böser Flügel!

Seit Trainingsauftakt am 14. Juni 2016 hatten wir 38 Trainings. Meine Wenigkeit bringt es auf 33, Ralf und Patrick auf 32, Shane und Luca auf 31 Trainingsbesuche. Wenn Stef nicht erst im Oktober ins Training eingestiegen wäre dürfte er sich hier bestimmt auch auflisten lassen. Er hat seither nur ein Training verpasst. Grundsätzlich war die Trainingsanwesenheit aber sehr gut. Wir waren meistens mindestens 12 Feldspieler und 2 Torhüter.

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